Erfolg auf ganzer Linie

Team Landesmeisterschaft

Team Pflichtpokal

Keine Zeit zum Durchatmen. So lassen sich die letzten zwei Wochen der Dattelner Rollkunstläufer gut zusammenfassen. Beim Pflichtpokal in Dinslaken und bei der NRW-Landesmeisterschaft stellten die Schützlinge des TV Datteln ihr Können unter Beweis, konnten sich über einige Treppchenplätze freuen und lösten nebenbei die Tickets für die Norddeutschen Meisterschaften in Bremen.
26.06.2017

„Die Saison ist im vollen Gange, das merken wir gerade mehr denn je“, so Patricia Schmitz, Trainerin der TV 09 Rollkunstläufer. Sie verbrachte die letzten drei Wochenenden gemeinsam mit ihren Schützlingen in diversen Sporthallen des Landes. Beim Pflichtpokal in Dinslaken gingen gleich dreizehn Sportlerinnen an den Start. Neun Läuferinnen feierten dabei Premiere: Für Belinda und Isabell Morawski, Angelique Schmieder, Anna Will, Hannah Napieralski, Milena und Michelle Russmann, Jule Michels und Milena Haase war es die erste Teilnahme an einem Pflichtpokal. „Das ist schon nochmal etwas anderes, als seine Kür vor einem Wertungsgericht zu präsentieren“, erklärt Patricia Schmitz. Ist der Wettbewerb in der Kür nach ca. drei Minuten abgehakt, läuft in der Pflicht jeder Teilnehmer drei bis vier Figuren einzeln vor. Nacheinander werden die Läuferinnen zum Einlaufen auf die Bahn gebeten, bis sie dann an der Reihe sind – höchste Konzentration ist hier das Zauberwort, das gerade für die jüngeren Teilnehmer häufig eher noch ein Fremdwort ist.

Pflichtpokal mit sechs Treppchenplätzen

Die Dattelnerinen schlugen sich jedoch tapfer: Bei den Freiläufern Gruppe 1 liefen Jule Michels und Michelle Russmann auf die Plätze sieben und acht, während Isabel Morawski als einzige Tvlerin in der Gruppe Freiläufer 3 Platz fünf von elf Starterinnen erreichte. Bei den Erstlingen Gruppe 1 lief Milena Haase mit einer tollen Haltung auf Platz zwei, während Milena Russmann und Hannah Napieralski knapp dahinter mit den Plätzen vier und fünf anschlossen. In der Gruppe Erstlinge 2 schaffte Anna Will es ebenfalls auf das Treppchen und freute sich über den zweiten Platz. Ihre Teamkolleginnen Angelique Schmieder und Belinda Morawski belegten mit einer soliden Leistung die Ränge sieben und zehn.

Ganz routiniert gingen hingegen Lea Mikolajewski und Sophia Rottmann an den Start. In der Kategorie Kunstläufer holte Lea souverän den ersten Platz, während Sophia mit kleineren Unsauberkeiten bei den Nachwuchs Damen Platz vier belegte. Ziemlich rund lief es auch bei Finnja Teige und Julia Specke. In den Kategorien Schüler C und Cup sicherten sie sich jeweils die Goldmedaille und verwiesen die Konkurrenz auf ihre Plätze. Ebenfalls mit von der Partie waren Hanna Michels und Maira Plassmann, die in den Kategorien Schüler B und Schüler A die Plätze vier und drei belegten.

Landesmeisterschaften: Mit zehn Sportlerinnen auf Bonner Parkett

Die älteren Sportler nutzten den Wettbewerb, um sich auf die NRW-Landesmeisterschaften vorzubereiten, die am vergangenen Wochenende in Bonn ausgetragen wurden.

„Die Landesmeisterschaften sind für die Leistungsläufer die erste richtig große Hürde in der Saison. Denn die Ergebnisse hier sind neben Lehrgängen und anderen Sichtungslaufen ausschlaggebend für die Nominierungen zur Norddeutschen Meisterschaft. Für die Sportlerinnen der Breitensportschiene ist die Landesmeisterschaft neben dem Nachwuchspokal auf Bundesebene der größte Wettbewerb im gesamten Jahr“, erklärt Patricia Schmitz die Bedeutung des Wettbewerbs. Umso größer die Aufregung bei der zehnköpfigen Dattelner Mannschaft.

Angefangen bei den Küken des Dattelner Tross überzeugte Finnja Teige einmal mehr auf ganzer Linie: Bereits im Pflichtwettbewerb lief sie mit einer hervorragenden Leistung auf den ersten Platz und ließ der Konkurrenz auch in der Kür wenig Spiel: Mit toll vorgetragenen Sprüngen und Pirouetten sicherte sie sich auch hier die Goldmedaille. In der Kürwertung war ihr Teamkollegin Edda Ridder Haaring dicht auf den Fersen. Bei ihrer ersten Landesmeisterschaft in der Kategorie Schüler C Mädchen überzeugte sie die Wertungsrichter mit ihrem flotten Laufstil und belegte Rang zwei. Nummer drei im Bunde, Finja Rottmann, startete ebenfalls zum ersten Mal auf Landesebene und erlief sich in der Kürwertung mit einer sauberen Leistung Platz sieben unter vierzehn Starterinnen. In der Pflicht schlossen Finja und Edda den Wettbewerb auf den Plätzen sechs und neun ab – „ausbaufähig“ – so das Resümee von Trainerin Patricia Schmitz.

Sina Pissarius gewinnt bei den Schülerinnen B

Ebenso erfolgreich ging es in der Kategorie der Schülerinnen B weiter. Nach langer Verletzungspause kämpfte sich Sina Pissarius zurück ins Geschäft und zeigte bereits im Pflichtwettbewerb, dass mit ihr wieder zu rechnen ist: Mit einer sauberen Darbietung lief sie auf Platz zwei. Ihre jüngere Teamkollegin Hanna Michels zeigte ebenfalls eine gute Leistung, musste sich aufgrund kleinerer Patzer im Pflichtwettbewerb jedoch mit Platz sieben zufrieden geben. Einmal dort bunkerte Hanna diesen Platz für sich und schloss auch den Kürwettbewerb auf Platz sieben ab. Sina konnte im Kürwettbewerb überzeugen und sicherte sich souverän mit einem Vorsprung von 20 Punkten den ersten Platz. 

Maira Plaßmann startete als einzige Dattelnerin in der Kategorie der Schülerinnen A. Unter sieben Teilnehmerinnen erreichte sie im Pflichtwettbewerb Platz drei und konnte auch mit ihrer Kürleistung vollkommen zufrieden sein: Mit Schwierigkeiten wie Doppel-Lutz und Doppel-Flip sicherte sie sich die Silbermedaille. Etwas Pech hatte Lynn Wollmann – wollte in ihrer Kür kein Sprung so richtig klappen. Mit vielen Stürzen und einigen Unsauberkeiten musste sie sich im kleinen Starterfeld der Jugend Damen mit Platz zwei  zufrieden geben.

Allen Grund zur Freude hatte dahingegen Julia Specke. In der Kategorie der Cup Damen lief sie in der Pflicht auf Platz eins und sicherte sich in der Kür dann den undankbaren vierten Platz, war ingesamt aber dennoch zufrieden mit ihrer Leistung. Im Pflichtwettbewerb der Nachwuchs Damen gingen Sophia Rottmann und Lea Mikolajewski an den Start. Während Sophia knapp am Treppchen vorbeirauschte und den Wettbewerb auf Platz vier beendete, sicherte sich Lea einen guten sechsten Platz im Mittelfeld.
Im Kürwettbewerb ging Sophia allein an den Start und lieferte eine vermeidlich lupenreine Leistung mit tollen Sprüngen ab. Sichtlich geschockt war der Dattelner Tross dann bei Bekanntgabe der Wertungen. Tränen bei Sophia und zunächst Unverständnis bei Trainerin Patricia Schmitz.

„Sophia zeigte zwar die besten Sprünge in der gesamten Kategorie, drehte aber alle ihre Pirouetten zu kurz, weshalb diese dann aus der Wertung genommen wurden. Demnach ergab sich dann ein Ungleichgewicht zwischen Sprüngen, Pirouetten und Choreographie, was nach neuen Regeln vom Wertungsgericht geahndet wurde“, liefert Patricia Schmitz die Erklärung. Am Ende bedeutete das Platz 12 für Sophia, womit sie nicht zufrieden war, aber immerhin weiß, dass ihr das beim nächsten Mal nicht passieren wird.

„Alles in allem war die Landesmeisterschaft ein wirklich guter Wettbewerb aus Dattelner Sicht. Wenn wir nicht auf dem Treppchen standen, dann zumindest im Mittelfeld und zwar immer mit Leistungen, hinter denen die Mädels und wir als Verein uns bei weitem nicht verstecken müssen“, lobt Schmitz ihr Team.

Verstecken werden sich die Dattelner auch bei der Norddeutchen Meisterschaft in der Hansestadt Bremen am kommenden Wochenende nicht: Finnja Teige, Edda Ridder Harring, Sina Pissarius, Hanna Michels, Maira Plaßmann und Valeria Langenstein lösten hierfür die Tickets.