Erfolgreich beim NRW-Pflichtpokal

Präsentierten beim NRW-Pflichtpokal die Vereinsfarben: Julia Specke, Lea Mikolajewski, Lea Nanakoudis, Sophia Rottmann, die beiden Trainerinnen Sarah Lena Funke und Patricia Schmitz, Maira Plaßmann, Anja Elgert, Finnja Teige und Hanna Michels (hinten von Links). Ebenso wie die jüngsten Sportlerinnen im TV-Gespann, Finja Rottmann, Edda Ridder Haring und Antonia Bichmann (vorne von Links).

Leises Gemurmel von der Tribüne, hier ein kleiner Applaus, dort ein Handzeichen der Trainerin: Beim NRW-Pflichtpokal der Rollkunstläufer geht es konzentriert zu. Statt eleganter Musik ertönt die Stimme der Ansage mit den Wertungen des letzten Bogens aus den Lautsprechern und das dumpfe Geräusch von Sprunglandungen weicht dem ruhigen Gleiten der Rollen über die aufgezeichneten Bögen am Hallenboden. Dass es hier um Präzision geht, das spürt jeder, der die Halle des REV Bochum an diesem Samstag betritt.
08.06.2017

„Die ‚Pflicht‘ ist eine ganz eigene Disziplin beim Rollkunstlaufen“, erklärt Patricia Schmitz, Trainerin beim TV Datteln. „Ein Pflichtwettbewerb besteht in den meisten Kategorien aus vier Pflichtfiguren, die es möglichst genau auf den vorgezeichneten Bögen und Schlingen vorzulaufen gilt. Dabei stehen die Läufer auf einem Bein, laufen je nach Schwierigkeitsgrad vorwärts oder rückwärts und müssen innerhalb einer Figur Elemente wie Dreier, Wenden und Gegenwenden vortragen.“

Mit viel Konzentration und Präzision stellen sich beim NRW-Pflichtpokal in Bochum am vergangenen Wochenende gleich elf Dattelner Läuferinnen den Argusaugen der Wertungsrichter. Mit Erfolg. „Wir sind noch sehr früh in unserer Saison und können auf ganzer Linie mit den Ergebnissen der Mädels zufrieden sein.“, so das Resümee von Patricia Schmitz.

Angefangen bei den Figurenläufern erreichten Lea Nanakoudis und Anja Elgert die Plätze neun und zehn. Insbesondere für Anja, die nach langer Pause wieder zu den Rollschuhen gefunden hat, ein gelungener Auftakt in die Wettkampfsaison. Ebenso gelungen war auch der Auftritt von Lea Mikolajewski. Mit einem ruhigen Fuß und schön vorgetragenen Figuren sicherte sie sich in der Kategorie „Kunstläufer“ souverän Platz drei unter 14 Teilnehmerinnen. Teamkollegin Sophia Rottmann musste sich dabei erstmals der Konkurrenz in der neuen Kategorie der „Nachwuchs Damen“ stellen. Mit zwei kleineren Unsauberkeiten schloss sie den Wettbewerb dennoch auf Platz sieben ab und war auch damit sichtlich zufrieden.

Bei den Cup Damen gab es für den TV Datteln allen Grund zur Freude: Julia Specke legte einen rundum sehr sauberen und guten Wettbewerb auf das Parkett und wurde am Ende mit Platz eins in ihrer Kategorie belohnt. Genauso erfolgreich ging es in der Kategorie der Schülerinnen B weiter. Da Sina Pissarius nach wie vor eine Ellenbogenverletzung auskuriert, ging Hanna Michels dieses Mal als einzige TVlerin an den Start. In ihrem ersten Jahr in dieser Kategorie konnte sie sich bereits sehr gut gegen die Konkurrenz behaupten und lief ebenfalls auf einen sehr erfreulichen dritten Platz.

In der Kategorie der jüngsten Teilnehmer, der Schülerinnen C, gingen mit Finnja Teige, Antonia Bichmann, Edda Ridder Haaring und Finja Rottmann gleich vier Dattelner Nesthäckchen an den Start. Während Finnja Teige als alter Hase ganz souverän und mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz eins lief, mussten sich die Neulinge Antonia, Edda und Finja keineswegs hinter ihrer Teamkollegin verstecken. Edda Ridder Haaring sicherte sich Platz vier, für Finja Rottmann und Antonia Bichmann standen die Plätze sechs und elf auf der Ergebnisliste. Ganz knapp ging es außerdem im Wettbewerb der Schülerinnen A aus. Hier ging Maira Plaßmann als einzige Tvlerin an den Start und zeigte in allen vier Pflichtfiguren eine tolle Leistung. Leider musste sie sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben, kann aber umso zuversichtlicher auf die nächsten Wettbewerbe schauen.

„Der NRW-Pflichtokal ist immer eine Art Generalprobe für uns, da er kurz vor den NRW Landesmeisterschaften stattfindet. Die Ergebnisse des Wettbewerbs fließen bereits in die Nominierung für die überregionalen Meisterschaften im Sommer ein. Deshalb ist der Wettbewerb eine wichtige Hürde für uns, die wir sehr erfolgreich genommen haben“, so Patricia Schmitz.

Jetzt heißt es für die TV-Mädels kurz durchatmen und dann voll fokussiert weitertrainieren, damit die Landesmeisterschaften Mitte Juni ebenso erfolgreich über die Bühne gehen.