Licht und Schatten in Hanau

Hanna Michels, Sina Pissarius, Trainerin Patricia Schmitz, Maira Plaßmann und Finnja Teige (v.l.) vertraten den TV Datteln 09 bei den Deutschen Pflichtmeisterschaften in Hanau.

Hanna Michels, Sina Pissarius, Maira Plaßmann und Finnja Teige (v.l.)

So richtig rund lief es für die Leistungsträger der TV Datteln 09 Rollkunstläufer bei den Deutschen Pflichtmeisterschaften in Hanau nicht. Während Hanna Michels und Sina Pissarius im vorderen Feld mitmischten, patzten Finnja Teige und Maira Plaßmann und mussten Platzierungen einbüßen.
26.04.2018

Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Rollsport- und Inlineverbands finden die Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen Pflicht- und Kürlaufen in diesem Jahr getrennt voneinander statt. Den Anfang machten am vergangenen Wochenende die Pflichtläufer in der hessischen Rollkunstlauf-Hochburg Hanau. Bei optimalen Bedingungen auf der Anlage von Bundestrainerin Renate Heinz nahmen es auch die Dattelner Rollkunstläuferinnen mit der Konkurrenz auf – mit gemischtem Ergebnis.

„Gleichmäßiges Tempo, genaue Drehungen und die Spur des Bogens zwischen den Achsen der Rollen – beim Pflichtlaufen kommt es unheimlich auf Konzentration und Genauigkeit an“, weiß Trainerin Patricia Schmitz. In der Disziplin des Rollkunstlaufens laufen die Sportlerinnen und Sportler Dreier und Gegendreier auf vorgezeichneten Bögen ab. Hanna Michels war darin in Hanau besonders gut. In der Gruppe der Schüler B2 Mädchen erreichte sie Platz 5 unter 15 Starterinnen und war damit die erfolgreichste Läuferin aus NRW. „Hanna hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und ist Bogen für Bogen konstant gut gelaufen“, lobt Patricia Schmitz ihre Nichte.

Enttäuschung bei Finnja Teige

Zu Recht enttäuscht war dahingegen Finnja Teige. Die jüngste Teilnehmerin des Dattelner Teams ging bei den Schülerinnen B1 an den Start und leistete sich große Schnitzer in den ersten zwei Bögen. Nach der Pause kämpfte sich die 11-jährige mit einer sehr guten Rückwärts-Schlinge und einem gelungenen Rückwärts-Doppeldreier wieder zurück, konnte den Anschluss an die vorderen Plätze jedoch nicht mehr aufholen und musste sich mit Platz 11 von 18 Teilnehmerinnen zufrieden geben. „Ich kann mich nicht erinnern, wann Finnja in den vergangenen zwei Jahren bei einem Pflichtwettbewerb mal nicht auf dem Treppchen stand. Sie kann es definitiv besser, aber so hatten andere auch mal das Vergnügen“, so das gelassene Urteil von Patricia Schmitz.

Sina Pissarius auf Platz 4

Ebenso zähneknirschend nahm Maira Plaßmann ihren 15. Platz im starken Teilnehmerfeld der Schülerinnen A hin. Konnte sie noch vor zwei Wochen beim internationalen Roller Trophy in Zaandam Bestleistungen abrufen und eine Goldmedaille nach Hause bringen, so unterliefen ihr in Hanau zu viele Ungenauigkeiten. Team-Kollegin Sina Pissarius behauptete dahingegen ihren Kaderplatz und reihte sich trotz kleinem Ausreißer im ersten Bogen direkt hinter der starken Konkurrenz aus Freiburg und Heilbronn auf Platz vier ein. „Das Leistungsniveau bei den Schülerinnen A ist unheimlich hoch. Die Erst- und Zweitplatzierten gehören zu den Teilnehmern bei den Europameisterschaften“, ordnet Patricia Schmitz das Ergebnis ihrer Schützlinge ein.

Nach vier wettkampfreichen Wochen können die TVlerinnen nun ein wenig durchatmen, bis es im Mai mit den Vorbereitungen für die Norddeutsche und Deutssche Meisterschaft im Kürlaufen weitergeht.