Rollkunstläufer mit gelungenem Saisonauftakt

Recki-Pokal

Pflichtpokal v.l.:Patricia Schmitz, Maira Plaßmann, Sina Pissarius, Finnja Teige, Hanna Michels.

Die Wettbewerbssaison ging für die Rollkunstläuferinnen und Rollkunstläufer in diesem Jahr Knall auf Fall los: Mit gleich zwei Wettbewerben beendeten die Schützlinge des Trainergespanns Patricia Schmitz und Sarah Lena Funke an den vergangenen Wochenenden die Winterpause und stellten ihr Können sowohl beim Recki-Pokal in Recklinghausen, als auch beim Deutschen Pflichtpokal in Velbert unter Beweis.
05.04.2017

„Der Recki-Pokal ist für uns eine Art Frühlingserwachen“, so Patricia Schmitz, Trainerin der Rollkunstlaufabteilung des TV 09. „Bereits seit über zehn Jahren fahren wir immer mit einem sehr großen Team zu diesem Wettbewerb.“ Kein Wunder, denn die Sporthalle am Kuniberg ist von Datteln aus gut zu erreichen, der Aufwand für Eltern, Trainer und Läufer relativ gering. „Der Wettbewerb ist immer toll organisiert und aufgrund der räumlichen Nähe der ideale Auftakt auch für jüngere Sportler, die erstmals Wettbewerbsluft schnuppern wollen.

Wenn es wuselig wird, dann hilft jeder jedem

So brachte es das Team um die Trainerinnen Patricia Schmitz und Sarah Lena Funke in diesem Jahr auf gleich 62 Sportlerinnen und Sportler. Für rund 20 Schützlinge war es Wettkampfpremiere, die Aufregung und Vorfreude bei den Sportlerinnen war entsprechend groß. „Da bricht schon einmal Hektik aus, wenn Läufer und Eltern noch nicht wissen, was auf sie zukommt – das Kleid, die Strumpfhose die Wettkampfstimmung, alles ist neu und eine große Unbekannte.“, erzählt Patricia Schmitz über die teils wuselige Stimmung vor einem Wettbewerb. „Wir zählen da auf den Teamgeist und den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung. Da hilft jeder jedem, wie in einer großen Familie.“

Und diese große Familie war auch bei diesem Recki-Pokal wieder extrem erfolgreich unterwegs: Gleich 20 Treppchen-Plätze räumten die Sportlerinnen und Sportler ab – davon die meisten in den jüngeren Kategorien der Minis und Anfänger. „Dass wir bei den Minis und Anfängern so gute Ergebnisse erzielt haben freut uns natürlich und zeigt, dass wir an der Basis gute Arbeit geleistet haben“, resümiert Schmitz.

Gute Vorbereitung ist alles

Gute Arbeit leisteten auch die Leistungsläuferinnen Hanna Michels, Finnja Teige, Maira Plaßmann und Sina Pissarius. Für die Vier ging es nach dem Recki-Pokal ohne Pause weiter: Montag Training in Datteln, Dienstag in Dinslaken, Mittwoch in Bochum, Donnerstag wieder in Datteln – Freitag zum Bahntest nach Velbert und anschließend nochmal Generalprobe in Dinslaken. Warum der Aufwand? Der deutsche Pflichtpokal stand bevor, das erste Kräftemessen auf Bundesebene. „Der deutsche Pflichtpokal ist immer ein sehr frühes Zusammenkommen der deutschen Leistungsläufer. Im nationalen Vergleich haben die Sportler hier die Möglichkeit, sich nach dem Wintertraining mit der Konkurrenz aus anderen Bundesländern zu messen – quasi schon ein Vortest für die Deutschen Meisterschaften im August.“

Gold für Sina Pissarius

Umso erfreulicher, dass der TV Datteln 09 gleich einen Gewinn einrollen konnte: Nachwuchstalent Sina Pissarius knüpfte an ihre guten Leistungen aus dem vergangenen Jahr an und bewies mit dem Gewinn der Goldmedaille im Pflichtwettbewerb der Schülerinnen B, Jahrgang 2004, dass mit ihr auch in diesem Jahr wieder zu rechnen ist. Für Teamkollegin Maira Plaßmann war es der erste Start in der nächsthöheren Kategorie der Schülerinnen A. Neben neuer Konkurrenz musste die 13-Jährige erstmals die Bögen vorlaufen, die sie über den Winter neu hinzugelernt hatte. „Maira wurde in ihrem Wettbewerb 14. – damit sind wir sehr zufrieden“, erzählt Patricia Schmitz. „Sie lief sehr besonnen und ruhig und hätte durchaus auch bis Platz acht vorrücken können. Allerdings lagen die Läuferinnen im Mittelfeld von den Punkten her extrem dicht beieinander.“

Ebenso neu in ihrer Kategorie war Hanna Michels. Startete sie im vergangenen Jahr noch bei den Nesthäkchen der Schülerinnen C, stieg sie in diesem Jahr in die nächsthöhere Kategorie der Schülerinnen B, Jahrgang 2005, auf. „Hanna musste leider im ersten Bogen einen Ausstieg hinnehmen, das war etwas ärgerlich“, reflektiert Patricia Schmitz die Leistung ihrer Nichte. Trotz des „Schockers“ zu Beginn des Wettbewerbs konnte sich Hanna dann aber wieder sammeln und lief die restlichen drei Bögen solide vor. Am Ende Stand Platz 8 auf der Urkunde – für den ersten Start in der neuen Kategorie vollkommen in Ordnung.

Trainingsbetrieb auf Hochtouren

Ebenfalls mit von der Partie war Finnja Teige. Die 10-jährige Schülerin startete als jüngste Läuferin im TV-Gespann in der Kategorie der Schülerinnen C Mädchen. Mit einer sehr guten Leistung lief sie auf Platz 9 von 25 Teilnehmerinnen – ein sehr guter Erfolg, womit sie selbst und das Trainergespann Patricia Schmitz / Sarah Lena Funke sehr zufrieden waren.

„Für uns geht die Saison jetzt voll los. Am Wochenende starten wir erstmals bei einem internationalen Wettbewerb in den Niederlanden und in den Osterferien findet unser Trainingslager statt. Im Mai folgen dann die nächsten Wettbewerbe“, so Patricia Schmitz. Zeit zum Durchatmen bleibt deshalb kaum, der Trainingsbetrieb läuft bei den TVlern jetzt mindestens bis zu den Sommerferien auf Hochtouren. Und auch danach bleibt es spannend: Denn die Rollkunstläufer werden das Berufskolleg in diesem Winter wieder in eine Märchenwelt verwandeln.