Rollkunstläuferinnen des TV Datteln 09 auf internationaler Bühne

Die Osterferien starteten, doch die Rollkunstläuferinnen des TV 09 dachten nicht an eine Pause. Vielmehr reiste ein Team aus sechs Sportlerinnen mit ihrer Trainerin Patricia Schmitz nach Zaandam in den Niederlanden.
24.04.2017

In der schönen Kleinstadt nahe bei Amsterdam wurde der internationale Wettbewerb Saen Rollertrophy ausgetragen. Neben Rollkunstläufern aus Deutschland gingen Sportler aus Italien, Spanien, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden an den Start.

Erstmals traten die Dattelner diese Reise an und waren auf das internationale Ereignis gespannt.

Neben einer schönen und festlich organisierten Eröffnungsfeier fühlten sich die Dattelner Rollkunstläuferinnen gleich wohl auf dem „fremden“ Hallenboden. Kurzes Rollentesten und das erste Training bescherte direkt eine gute Stimmung.

Auch Trainerin Patricia Schmitz fiel ein Stein vom Herzen, nachdem ihre Schützlinge zufrieden und direkt mit guten Leistungen die Rollschuhbahn  verließen.

Maira Plaßmann ging direkt als erste am Freitagabend an den Start. Ab der Kategorie Cadetten Mädchen durften sich die Sportlerinnen neben der Kür auch in der Pflicht präsentieren, in welcher Maira zu Beginn an den Start ging. Nach einem verpatzten ersten Bogen verlor Maira ihre Nervosität, so dass die ersten Tränen mit Kampfgeist und Motivation besiegt wurden. Einen hervorragenden Pflichtwettkampf lieferte Maira in den folgenden drei Pflichtfiguren und steigerte ihre persönliche Leistung, welches durch hohe Benotungen durch die Wertungsrichter belohnt wurde. Die zu Beginn verlorenen Punkte konnte sie wieder gut machen und konnte mit einem zufriedenen Lächeln diesen Wettbewerbsteil mit dem 6. Rang unter 11 Sportlerinnen beenden. Am Folgetag zeigte Maira ihre Kurzkür. Zwar stürzte sie beim Doppellutz, doch gelangen ihr alle anderen Pflichtsprünge und Pirouetten ohne große Patzer. Durch diese Leistung sicherte sie sich einen Startplatz in der vorletzten Startgruppe für das Kürprogramm. In diesem zeigte sie eine ansprechende Choreographie und schöne Sprungkombinationen. Das schöne Tempo während der Schrittsequenzen bescherte gute Benotungen, so dass sie sich mit einem tollen 7. Platz unter 16 Sportlerinnen als bestplatzierte Deutsche in dieses Teilnehmerfeld einordnen konnte.

Lynn Wollmann ging in der Kategorie der Jugend Damen an den Start.  Die Konkurrenz zeigte im Training ihr Können, doch wusste Lynn, worauf sie sich verlassen konnte. Die internationalen Regeln, pro Sturz mit Abzügen bestraft zu werden, nahm sie sich zu Herzen und konnte selbst unsicher gelandete Sprünge und Sprungkombination ausgleichen und noch zum Stehen bringen. Bereits in dem Kurzprogramm gelang ihr durch ein nahezu sauberes Programm eine gute Ausgangsposition. Ein überraschender dritter Platz als Zwischenergebnis ließ erste Hoffnungen auf eine unerwartete Medaille in unerhoffte Nähe rücken. Doch dazu musste das am Folgetag zu absolvierende Kürprogramm an die Leistungen des Vortages anknüpfen. Trotz des langen Wartens und schlechten Luftverhältnissen in der Halle, konnte Lynn in ihrem Kürprogramm überzeugen. Sie musste lediglich einen Sturz in Kauf nehmen und zeigte schöne Doppelt-Doppelt-Kombinationen. Belohnt wurde sie mit konstant hohen Noten der Wertungsrichter. Ein kleiner Traum ging für Lynn in Erfüllung. Eine Medaille auf internationalem Boden. Sie konnte ihren Rang aus dem Kurzkürprogramm verteidigen und sich mit einer Bronzemedaille bei der Siegerehrung ehren lassen.

In der Kategorie der Espoires Mädchen starteten Sina Pissarius und Hanna Michels vom TV Datteln 09. Sina konnte bereits im Vorjahr beim Interland Cup in der Schweiz internationale Erfahrungen sammeln. Doch stellte sie in Zaandam ihr neues, choreographisch anspruchsvolles Kürporgamm mit neuen Höchstschwierigkeiten vor. Die Arbeit und der Fleiß über den Winter wurden belohnt. Neben tollen Benotungen in der technischen Ausführung wurde sie in der B-Note für das Gesamtprogramm mit hohen Noten belohnt. Aufgrund eines verpatzen Pflichtelementes mussten die Wertungsrichter jedoch Strafpunkte abschließend abziehen. Doch tat dies der Benotung nur geringfügig weh. Sina erlief sich ebenfalls die Bronzemedaille und wurde von internationalen Trainern für ihre schönen und anspruchsvollen Pirouetten gelobt. Hanna Michels feierte sowohl in der Altersgruppe als auch auf internationalem Boden Premiere. Ausgehend von einer persönlichen Zufriedenheit hieß das Motto „Dabei sein ist alles“. Und mit dieser abgeklärten Einstellung gelang es Hanna, sich den Druck durch die Konkurrenten nicht anzunehmen. Konzentriert lief sie ein schönes und absolut ansprechendes Kürprogramm, in welchem sie all ihre Höchstschwierigkeiten zum Stehen brachte. Die Wertungsrichter belohnten die Sauberkeit der Sprünge, so dass sich Hanna kurz hinter ihrer Vereins- und Trainingspartnerin Sina mit Platz 6 unter 17 Teilnehmerinne äußerst positiv einordnete. Beide Mädchen konnten mit Stolz die Siegerehrung vollziehen.

Zudem hatte Trainerin Patricia Schmitz noch zwei jüngere Schützlinge mit auf die Reise genommen. In der Kategorie Minis gingen Finnja Teige und Edda Ridder Haaring an den Start. Beide mussten sich einem großen Starterfeld von 20 Sportlerinnen stellen und ihre Leistungen im Rahmen ihres Kürprogrammes präsentieren. Edda, noch unerfahren im Ablauf von großen Meisterschaften, ließ sich toll auf die Anweisungen ihrer Trainerin ein und setzte alle Hinweise und Korrekturen toll um. Mit einer hervorragenden Leistungssteigerung in den letzten Trainingswochen konnte sie sich souverän in Zaandam präsentieren und das kurz zuvor noch umgestellte Kürprogramm sportlich und verspielt präsentieren. Sicherlich trugen ihre sauberen Ausläufe der Sprünge und Sprungkombinationen positiv zum Gesamteindruck bei, so dass sie durch das Wertungsgericht auf einem tollen 8. Platz eingeordnet wurde. Finnja Teige durfte auf nationaler Ebene im vergangenen Jahr bereits an großen Meisterschaften teilnehmen, musste sich jedoch ebenfalls den internationalen Wertungskriterien unterordnen und diese in ihrem Kürprogramm  beachten. Als Höchstschwierigkeit zeigt Finnja bereits erste Doppelsprünge in ihrem Kürprogramm, welche sie zum Stehen brachte. Dies schlug sich direkt positiv in der A-Note nieder, welche durch eine angemessene B-Note ihre guten Leistungen unterstrich. Mit einem tollen 5. Platz konnte auch Finnja diese schöne und große Meisterschaft beenden.

„Ich fand diese Meisterschaft einfach toll. Neben einem wirklich tollen Team und einem super Zusammenhalt, zeigten meine Dattelner Sportlerinnen, dass sich das Techniktraining im Winter gelohnt hat und sie mental gut trainiert sind. Wir traten als Mannschaft auf und fuhren glücklich und mit viel Ehrgeiz für die weitere Saison wieder nach Hause“, so Trainern Patricia Schmitz, welche mit allen Ergebnissen rundum zufrieden ist. Sie weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es jedem Sportler gelingt, seine persönlichen Leistungen zu jedem Zeitpunkt abzurufen. Umso schöner empfand sie diese Meisterschaft, da jeder ihrer Schützlinge mit einem Strahlen im Gesicht und einer Umarmung zum Abschluss die Heimreise antrat.