Tickets für Deutschen Meisterschaft gelöst

Edda Ridder Haaring, Hanna Michels, Finnja Teige, Sina Pissarius, Valeria Langenstein, Maira Plaßmann (von links)

Edda Ridder Haaring, Finnja Teige, Valeria Langenstein, Sina Pissarius, Maira Plaßmann und Hanna Michels (von links)

Wenn sich am Freitag ganz Nordrhein-Westfalen auf den Weg Richtung Urlaub macht, dann haben die Dattelner Rollkunstläuferinnen alles andere als Freizeit im Kopf: Gleich sechs Sportlerinnen lösten jetzt die Tickets für die Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften in Bayreuth.
12.07.2017

Der Termin war bei Trainerin Patricia Schmitz fest eingeplant, dass sie in diesem Jahr jedoch gleich sechs Sportlerinnen zur Deutschen Meisterschaft im Rollkunstlaufen und Rolltanzen begleiten würde, damit hatte sie nicht gerechnet. „Wir gehen erstmals seit einigen Jahren wieder mit einem so großen Team bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start. Das freut mich ungemein für meine Sportler und macht mich als Trainerin natürlich stolz“, so Schmitz.  Zu den Nominierungen kam es nach den Norddeutschen Meisterschaften, die am vergangenen Wochenende in Bremen ausgetragen wurden.

Nicht zu bremsen war mal wieder Finnja Teige im Pflichtwettbewerb der Schüler C Mädchen. Die 11-jährige holte sich wie schon bei den NRW-Landesmeisterschaften souverän den Titel und verwies die Konkurrenz aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und NRW auf ihre Plätze. Im Kürwettbewerb stieg dann auch Teamkollegin Edda Ridder Haaring mit ein – für die ebenfalls 11-jährige war es die erste Teilnahme bei einer Norddeutschen Meisterschaft. Bei starker Konkurrenz schlugen sich beide tapfer: Sowohl Finnja als auch Edda lieferten eine sehr saubere Kür ab und sicherten sich mit den Plätzen 10 und 11 noch immer die besten des Landesverbandes. „Edda und Finnja haben es in der Kür mit einer ungewöhnlich starken Truppe zu tun. Das ist sehr spannend anzuschauen, hier ist bei uns aber definitiv noch Luft nach oben, da können andere Vereine einfach schon mehr“, so das Resümee von Schmitz.

Freudestrahlend nahm auch Sina Pissarius ihre Silbermedaille im Pflichtwettbewerb der Schülerinnen B entgegen. Mit nur einem Zehntel Abstand zu Platz eins wäre sogar auch Gold möglich gewesen. „Sina nimmt das gelassen, das ist jetzt ein Ansporn für die Deutsche Meisterschaft“, so Patricia Schmitz mit einem Augenzwinkern. Deutlich schwerer hatte es Hanna Michels in der Kategorie. Als Neuling hat sie von Anfang bis Ende sehr gut gekämpft und ihr Können bestmöglich abgerufen. Am Ende blieb Platz 12 im Mittelfeld. Im Kürwettbewerb musste Hanna dann einige Patzer in den Sprüngen hinnehmen, zeigte aber tolle Pirouetten und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr steigern, so dass sie mit Platz 12 in der Kür einigermaßen zufrieden war. Sina Pissarius zeigte im Kürwettbewerb eine lupenreine Kurzkür, baute aber in der langen Kür zu viele Unsauberkeiten ein. „Sina hat sich im Frühjahr beim Training den Ellenbogen verletzt und musste 6 Wochen Gips tragen. Den Trainingsrückstand merken wir jetzt natürlich, die Routine muss erst wiederkommen“, so Patricia Schmitz. Am Ende des Wettbewerbs sprang Rang 8 für die Bundeskaderathletin heraus.

Ebenfalls mit von der Partie waren Maira Plaßmann und Valeria Langenstein in den Kategorien Schüler A Mädchen und Jugend Damen. Im Pflichtwettbewerb zeigte Maira einige Unsauberkeiten, schloss den Wettbewerb mit Platz fünf jedoch im guten Mittelfeld ab. In der Kür lief es für die Schülerin ähnlich: Eine solide Darbietung mit schönem Doppel-Rittberger und überzeugenden Pirouetten führte im Endergebnis zu Platz 5. „Maira muss noch lernen, um ihre Sprünge zu kämpfen. Manchmal gibt sie Landungen bereits auf, obwohl sie da noch etwas draus hätte machen können“, erzählt Patricia Schmitz. Etwas unglücklich ging der Wettbewerb für Valeria Langenstein zu Ende. Mit ungenauen Sprüngen konnte sie in diesem Bereich leider keine Punkte einfahren. Auch ihre ausdrucksstarke Choregrafie und schöne Pirouetten konnten es am Ende nicht rausreißen, sodass sich die ehrgeizige Schülerin mit Platz 9 zufriedengeben musste.

„Die Norddeutschen Meisterschaften waren aus Dattelner Sicht wirklich okay. Wir können uns hier und da noch steigern, aber unterm Strich bin ich mit den Leistungen der Mädels zufrieden gewesen“, fasst Patricia Schmitz zusammen. Jetzt heißt es ohnehin nach vorne schauen, denn bereits am Samstag geht es für alle sechs TVlerinnen auf die Autobahn Richtung Süden: Bei den Deutschen Meisterschaften in Bayreuth wollen sie ihr Können noch einmal unter Beweis stellen und sich mit der nationalen Konkurrenz messen.